Handwerk hat goldenen Boden, sagt man bei
uns und auch auf La Gomera. Zum Handwerk
zählt nicht nur das Bauen von Häusern oder
die Herstellung von Geräten und
Gegenständen, sondern beispielsweise auch
die Pfeifsprache oder das Schnitzen.
Die Lorbeerwälder liefern schon seit
Generationen genügend Holz, aus denen man
unter anderem Löffel, Käseformen, Mörser
oder auch Kastagnetten herstellte. Auch die
Korbmacherei ist auf der Insel vertreten.
Ebenso wie die Weber, die auf ihren
traditionellen Webstühlen Teppiche und
Decken herstellen. Diese kann man unter anderem
im Besucherzentrum Juego de Bolas bewundern. |
|
|
Das Töpfern geschieht hier auf La Gomera
übrigens gänzlich ohne Töpferrad, deren
Erfindung wohl nie den Weg auf die Insel
gefunden hat. Lehm und Sand gibt es hier
zuhauf und auch Zinnober ist vorhanden,
welches dem gebrannten Lehm hinterher den
hellbraunen Ton verleiht. Hochburgen für
Keramiken sind die Dörfer Chipude und El
Cercado.
In Vallehermoso findet man inselweit die
meisten Handwerkskünstler, kein Wunder also,
dass sich hier auch das Centro Insular de
Artesanía, also die Vereinigung der
Traditionshandwerke befindet. Auf den
jährlich auf der ganzen Insel verteilt
stattfindenden Handwerkermärkten,
Folkloretreffen, und Landwirtschaftsmessen
wird noch heute fleissig für die beinahe vor
dem Aussterben stehenden traditionellen
Handwerke geworben.
Hier kann man dann unter anderem auch die
kanarischen Traditionen wie den Salto de
Astia (Sprung mit dem kanarischen
Hirtenstab), das Juego del Palo (Spiel des
Stockes, eine Kampfkunst), den Lucha Canaria
(Kanarischer Ringkampf), das Arrastre de
Ganado (Viehziehen) und die silbo gomero
(Pfeifsprache) eingehend aus der Nähe
bewundern.
La
Gomera
Startseite
Seitenanfang
|