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16.000 Menschen leben auf La Gomera, der
zweitkleinsten Insel der Kanaren, zu denen
auch die Nachbarinsel
Teneriffa gehört,
welche man bei gutem Wetter von La Gomera
aus sehen kann. La Gomera befindet sich etwa
30 km westlich von Teneriffa, und rund 350
km vom afrikanischen Festland entfernt.
Mit
einem Durchmesser von 28 km ist La Gomera
recht übersichtlich. Die Hauptstadt ist
San Sebastian. Beherrscht wird sie vom Alto de Garajonay, dessen Spitze sich in
1.487 Metern Höhe befindet. La Gomera war
wohl mehrere tausend Jahre lang fest in
afrikanischer Hand, ehe sie im 15.
Jahrhundert von den Europäern erobert wurde.
Was übrig geblieben ist aus längst
vergangenen Zeiten, da sei die Pfeifsprache
der Ureinwohner, "El Silbo" genannt, die
damals mehr als heute in Gebrauch war.
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Kurz vor dem Aussterben hatte
die Regierung den Wert des
kostbaren Guts erkannt.
Mittlerweile wird die Sprache
wieder in der Schule
unterrichtet. Hier im
Restaurant "Las Rosas" bekommen
Busrundreise Touristen, die für
einen Tagesausflug von den
Nachbarinseln kommen,
Vorführungen der Pfeifsprache
beim Halt zum Mittagessen
geboten. |
Seit Christoph Kolumbus, der sich 1492
auf den Weg nach Indien machte, hier einen
Zwischenstopp einlegte, kennt man die Insel
auch unter dem Namen La Isla Colombina, die
Kolumbusinsel. Aus der damaligen Zeit
existieren lediglich noch der Grafenturm
Torre del Conde, sowie die Kirche Iglesia de
la Asunción, in deren Gemäuer die damaligen
Seefahrer gesegnet wurden.
La Gomera liegt am Rande mehrerer
Klimazonen. Die Passatwinde, die hier fast
das ganze Jahr über ankommen, laden ihre
Feuchtigkeit an den Hängen der Insel ab,
erkennbar ist dies an den Nebelschwaden,
wobei hier eine Besonderheit zum Tragen
kommt. Trockene heiße Luft der nordöstlichen
Passatwinde stehen hier über den Wolken,
statt darunter, was zu einer gleichmäßigen
Nebelfläche führt, für die es sogar einen
eigenen Begriff gibt, "Mar de Nubes" zu
deutsch Wolkenmeer. Die drei auf La Gomera
herrschenden Klimazohnen führen dazu, dass
je nach Ort die Niederschlagsmenge zwischen
200mm und 900mm pro Jahr variiert, ebenso
wie die Anzahl an Sonnenstunden, die in den
Nebelgebieten knapp 1.800 Stunden beträgt,
während sie im Süden circa 3.200 Stunden
lang scheint.
Die Terrassenfelder, die man hier überall
auf La Gomera antrifft, sind das Ergebnis
des knappen Bodens, so konnten die Bauern
gerade genügend Boden kultivieren, um davon
einigermaßen leben zu können.
Laurisilva, beziehungsweise
"Lorbeerwald", nennt man die Wälder rund um
den Garajonay Nationalpark, entstanden vor
Jahrmillionen aufgrund der subtropischen
Bedingungen die hier herrschen.
Hier auf La Gomera ist die Welt noch in
Ordnung, keine Betonburgen verschandeln die
Landschaft. Man hat Zeit, genießt das Leben
und freut sich dennoch auf die Touristen,
die da kommen, denn zugegebenermaßen, ohne
die würde auf La Gomera wahrscheinlich schon
kein Mensch mehr leben.
Willkommen auf La Gomera!
La
Gomera
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